Über Thomas Franz

Thomas Franz gehört zur Spezies der Liedermacher. Er kommt vor allem in Süddeutschland vor, ist aber eigentlich im gesamten deutschen Sprachraum heimisch. Neben den üblichen menschlichen Stoffwechselprodukten bilden sich in ihm Lieder, die seine überschüssigen Gedanken und Gefühle enthalten. Mehrmals im Monat ist Franz von Publikum umgeben, das die Lieder dann mehr oder weniger begeistert aufnimmt. So gelangen Gedanken und Gefühle zurück in den Kreislauf des Lebens. Die Wissenschaft ist fasziniert. Was sich die Natur so ausdenkt, und wie schön doch alles ineinandergreift!

Über den Humor von Thomas Franz

Der Humor von Thomas Franz ist absurd, mal albern und slapstickhaft, mal tiefschwarz, mal gepaart mit rührender Melancholie. Zuerst wirkt alles irgendwie naiv und leicht unbeholfen, und man weiß nicht: Soll man mit oder über diesen seltsamen Mann auf der Bühne lachen. Dann ist man doch beeindruckt von den ausgefeilten Reimen, dem ganzen Wortwitz und den vielen ungewöhnlichen Bildern. Und schließlich merkt man, dass es bei aller Blödelei und Schrägheit auch um die ganz großen Themen geht. Dass da eben jemand seinen ganz eigenen Blick auf die Welt geworfen hat, und jetzt verständlicherweise davon erzählen will.

Am Ende geht man verwirrt aber bereichert aus dem Raum. Oder – wenn es ein Open Air Auftritt war – unter freiem Himmel von der Bühne weg. Und kauft sich erstmal eine Portion Pommes. Oder stellt sich in der Schlange zum Klo an. Weil man eigentlich schon die ganze Zeit muss. Während der Zugabe hat man schon ganz nervös mit den Füßen herumgezappelt und gehofft, dass es endlich vorbei ist. Und jetzt nach dem Konzert wollen natürlich alle aufs Klo, und die Schlange ist endlos, und es geht nur langsam vorwärts, und man verflucht die Situation. Dafür ist, wenn man dann drankommt, die Erleichterung umso größer. Man fühlt sich wie neu geboren! Und die Bands die danach kommen, sind auch super! Was für ein Festival! Man denkt noch lange daran zurück. Und wenn man nicht zwischendurch stirbt, wird man irgendwann später noch leben und vielleicht jemandem davon erzählen. Das müssen nicht unbedingt die eigenen Enkel sein. Die neugierige Nachbarin zum Beispiel tut es auch. Oder eine sympathische Arbeitskollegin. Oder ein geheimnisvoller Fremder in einer sternenklaren Nacht. Oder der eigene Friseur, damit es nicht immer so peinlich still ist beim Schneiden.

Vielleicht klingt das jetzt alles für Euch wie ein Märchen. Aber glaubt mir, es ist die Realität.

Das sagen die Medien:

„Es ist verdammt komisch, was Franz mit ungerührter Mine anrichtet, ein musikalischer Buster Keaton.“  Badische Neueste Nachrichten

„Auf so etwas muss man erstmal kommen“ Die Rheinpfalz

Thomas Franz beim Liedermachen (nachgestellte Szene)

Foto: Ulrich Tausend

Thomas Franz (authentische Szene)

Foto: Ida Neumaier